Unterwegs mit Jesus Christus I
„Wenn jemand mein Jünger sein will, dann muss er sich selbst verleugnen, er muss sein Kreuz aufnehmen und mir folgen. Denn wer sein Leben unbedingt bewahren will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben wegen mir verliert, der wird es gewinnen. Denn was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber das Leben einbüßt? Was könnte er schon als Gegenwert für sein Leben geben? Denn der Menschensohn wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und jedem nach seinem Tun vergelten …“ Matthäus 16, 24
Auf den nächsten Seiten findest Du drei Lehreinheiten, die dir helfen sollen als Kind Gottes ein erfolgreiches Leben in der Nachfolge Jesu zu starten. Es geht nicht um Religion, Kirchenmitgliedschaft, Beiträge oder Gebote über Ernährung und Körperpflege. Es geht um deine persönliche Beziehung zu Gott – Ihn kennen lernen in intimer Gemeinschaft. Diese Lehreinheiten allein können dies nicht tun. Sie sollen eine Art Starthilfe sein um dir beim Verstehen zu helfen, was Gott für dich in seinem Reich bereit hält. Sie gründen sich auf die Bibel, dem niedergeschriebenen Wort Gottes. Vor allem hängt es jedoch von deiner Entscheidung ab, ob Du weitergehen möchtest oder nicht. Gott hat sich bereits für dich entschieden, als er sein Bestes, seinen Sohn, ans Kreuz für dich gegeben hat, dass Du mit Ihm versöhnt sein kannst. Jesus sagt auch:
„Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, …“ Johannes 6, 44a
Wenn Du diese Zeilen liest, dann kannst du sicher sein, dass Gott, der Vater dich zieht, bzw. es schon getan hat.
Die Bibel
Gott hat uns in seiner Gnade hat ein Buch geschenkt – die Bibel. Darin steht alles wichtige was Gläubige wissen müssen. Sie zeigt uns wie Er ist, was Er über uns denkt, wie Er spricht und fühlt. Sie dokumentiert was Er getan hat und gibt uns ebenfalls Aufschluss darüber, was Er in Zukunft noch tun wird. Die Bibel ist Gottes Liebesbrief an uns. Er zeigt uns darin, wie viel unsere Erlösung gekostet hat. Sie ist voll von Verheißungen und Versprechen für die, die ihn lieben. Verpackt in Geschichtsbüchern, Lehrbüchern, Briefen, Liedern, Gebeten, den Schriften der Propheten und den Evangelien zeichnet sie uns ein Bild von Gottes Charakter damit wir ihn kennen können. Sie bezeugt Gottes Willen und der Menschen Antwort darauf und wiederum Gottes Antwort auf die der Menschen. Bibel bedeutet übersetzt Buch und es besteht eigentlich aus 66 Büchern, die im Laufe der Geschichte in drei Originalsprachen (Hebräisch, Aramäisch und Griechisch) aufgeschrieben wurden und bildet die Grundlage für das, was du hier liest. Einen Teil der Worte und das Leben Jesu sind in den Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes festgehalten. Evangelium bedeutet „gute Nachricht oder Botschaft“. Stell dir vor, dass jedes Evangelium eine Kamera ist, die jeweils in einem anderen Winkel auf Jesus Christus ausgerichtet ist, um so von ihm ein umfassenderes Bild zu bekommen. Die folgenden Lehreinheiten sind drei von insgesamt sechs grundlegenden Lehren des christlichen Glaubens, die im sechsten Kapitel des Hebräerbriefes aufgelistet sind.
1. Umkehr von toten Werken 2. Glaube an Gott 3. Die Lehre von den Taufen 4. Handauflegung 5. Auferstehung der Toten 6. Ewiges Gericht
Hebräer 6, 1-3
Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt dem Evangelium! Markus 1, 15
„Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!“
Das war einer der ersten Sätze, die Jesus dem Volk predigte. Jedoch war Jesus nicht der erste, der dies in jener Zeit sagte. Die Bibel berichtet von Johannes dem Täufer, der Jesus Christus als Wegbereiter vorausging, und der genau dasselbe ausrief. Von ihm wurde gesagt:
„Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Pfade eben!“ Matthäus 3, 3
Johannes war nicht der Christus oder Messias. Er ging Jesus voraus und rief:
„Nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen.“ Markus 1, 7
Warum war dies notwendig? Warum musste die Predigt dieses Mannes, der mit Kamelhaaren bekleidet war und sich von Heuschrecken und wilden Honig ernährte, dem Wirken Jesu vorausgehen? Was bedeutet dies für mich heute?
Er war unbequem und sagte den Leuten keineswegs was sie hören wollten, sondern wie Gott über sie denkt und was erforderlich ist um Ihn zu erkennen. Er sagte: Tut Buße, d.h. entscheidet euch umzukehren! Wenn man umkehren muss, dann doch nur, wenn man auf dem falschen Weg ist, oder? Umkehren, doch wovon? Sünde! – kann mit Zielverfehlung übersetzt werden, denn wenn Du in deinem Leben sündigst, dann verfehlst Du das Ziel und kommst somit auf den falschen Weg. Gott hat einen Plan für dein Leben, doch an einer oder an mehreren Kreuzungen bist Du, bewusst oder unbewusst durch Taten, Worte und Gedanken, welche Gott entgegengesetzt sind, falsch abgebogen. Das führt dazu, dass Du Gott nicht vor Augen hast. Er steht hinter dir und Du kannst ihn nicht sehen. Dadurch weißt Du nichts von ihm und entfernst dich Schritt für Schritt. Jede Entscheidung, die bewusst oder unbewusst getroffen wird führt zu Gott hin oder von ihm weg! Es gibt kein Neutral. Entweder Richtig oder Falsch, Gerade oder Krumm. Wenn Du an der Kreuzung rechts abgebogen bist, dann hast Du dich automatisch dazu entschlossen nicht nach links zu fahren. Das ist ganz logisch.
„Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Keiner hat Einsicht und fragt nach Gott. Alle haben sie den rechten Weg verlassen und sind unbrauchbar geworden. Niemand ist da, der Gutes tut, kein Einziger.“ Psalm 14, 1-3
Johannes hat die Menschen zur Umkehr gerufen damit sie in der Lage sind, den zu sehen, der nach ihm kommt. Das ist Jesus Christus! Jemand wie Johannes ist wie das Stopschild. Gott hat zur Zeit Jesu, Johannes gesandt. Heute sendet er andere oder durch ein bestimmtes Erlebnis oder Umstände hält er den Menschen sein Stopschild hin und sagt: Kehr um!
„Denn der Erlös, der aus der Sünde kommt, ist der Tod. Das Gnadengeschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.“ Römer 6, 23
Gott tut das nicht, um dir zu sagen wie schlecht Du bist. Er will das Beste für dich und darum ist es notwendig, damit Du sein Gnadengeschenk empfangen kannst. Denn durch die Entscheidung, eine Kehrtwende vorzunehmen sehen wir was hinter uns liegt und können den erkennen, durch den unsere Zielverfehlungen vergeben sind. Ohne Umkehr können wir nicht glauben! Wie denn, und an wen denn überhaupt? Du hast Glauben, der dir von Gott nach seinem Maß gegeben wurde, doch er ist in Dinge freigesetzt worden, die Gott zuwider sind. Er steht also hinter uns wenn wir auf dem falschen Weg sind. Deshalb ist Buße so wichtig und bereitet den Weg für die Vergebung und Versöhnung mit Gott, die wir nötig haben um mit ihm Gemeinschaft haben zu können. Sie erlaubt uns den Blick auf das Kreuz zu richten, auf Jesus Christus, der uns durch sein Blut von den toten Werken reinigt. Denn alles was wir ohne Gott getan haben hat keinen Bestand und besitzt keinen ewigen Wert. Wie schon erwähnt gibt es kein Neutral bei Gott. Jesus sagt:
„Wer nicht auf meiner Seite steht, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.“ Matthäus 12, 30
Es spielt keine Rolle wie krumm ein Stab von Eisen ist. Es zählt vorrangig nur die Tatsache, dass er krumm ist. Denn je länger er wird, um so offensichtlicher wird auch die Krümmung sein.
„Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, …“ Apostelgeschichte 17, 30
Gott möchte, dass Du Buße tust und auf seine Seite kommst um von ihm Vergebung zu empfangen und mit ihm versöhnt zu sein durch Jesus Christus. Er ist gekommen um die kaputte Beziehung zu Gott, in der wir Menschen leben wiederherzustellen.
„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Johannes 1, 8-9
Buße ist eine willentliche Entscheidung seinen Geist und die Gesinnung zu ändern. Es ist nicht das Gefühl, das entsteht wenn dir bewusst wird, dass Du in Schuld gefallen bist. Dieses Gefühl nennt man Reue. Es ist gut und wichtig, denn es zeigt, dass Du etwas erkannt hast. Buße jedoch, ist die Entscheidung, die Du triffst dich von ganzem Herzen davon abzukehren. Sie kann dir niemand abnehmen. Es ist etwas, dass Du tust. Gott manipuliert oder zwingt niemanden Buße zu tun. Er gebietet es uns, wie oben geschrieben, weil er weiß, dass es das Beste für uns ist, jedoch müssen wir uns selbst entscheiden es zu tun. Buße geschieht im Gebet. Du kannst Gott bitten dich von deinen Sünden zu überführen und dir zu zeigen warum dies oder jenes falsch war. Du bittest ihn um Vergebung für diese Dinge und auch für jene, von denen dir bereits bewusst ist, dass sie falsch sind. Sag ihm, dass es dir leid tut mit der Entscheidung es nicht wieder zu tun und nun seinen Weg für dein Leben zu wählen. Jesus hat gesagt:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.“ Johannes 14, 6
Hier noch weitere Bibelstellen zum Thema > Lukas 3, 1-22 / Lukas 15 / Matthäus 3 / Markus 1, 1-14 / Apostelgeschichte 2, 38 / Römer 2, 4
„Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Hebräer 1, 10
Gott hat dir Glauben gegeben. Jeder Mensch hat das Potenzial zu glauben. Auch wenn Menschen oft sagen sie könnten nicht glauben oder hätten keinen, so sagt die Bibel, dass jeder Mensch ein von Gott gegebenes Maß an Glauben bekommen hat. Es verhält sich wie mit Geld. Du entscheidest wofür Du es ausgibst oder worin Du es investierst. Der Glaube, den wir Menschen haben wurde in irgend etwas freigesetzt. Wenn nicht in Gott, dann zwangsläufig in etwas anderes. Häufig soviel, dass für Gott nichts mehr übrig ist. Das lässt uns dann zu der eigentlich falschen Annahme kommen wir hätten keinen Glauben. Darum tun wir Buße, drehen uns um und erkennen, dass wir das ganze Geld in Wirklichkeit aus dem Fenster geworfen haben. Wir haben in Lügen investiert, in tote Werke und auf falsche Karten gesetzt. Durch das Bekennen und der willentlichen Abkehr davon gehen wir zurück zu der Stelle, an der wir einst falsch abgebogen sind und unser Geld verschwendet haben. Dort ist der Ort an dem wir neu investieren können. Dort ist Jesus, der Gekreuzigte. Er ist es, der bezahlt hat für unsere Schuld. Durch Glaube wird aktiviert, was er am Kreuz getan hat. Es findet in deinem Leben Anwendung wenn du daran glaubst. Woran genau? An die Wahrheit! Was ist die Wahrheit? Jesus sagt:
„Ich bin die Wahrheit.“ Und als er betete sagte er: „ … dein Wort ist Wahrheit.“ Johannes 14, 6 / 17, 17 Gottes Wort ist also Wahrheit. Die Bibel sagt uns auch, dass Jesus selbst das fleischgewordene Wort Gottes ist.
„Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.“ Johannes 1, 14
Weiter: „ … an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden, welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen.“ Kolosser 1, 14
Wir hatten erkannt, dass Buße die bewusste Entscheidung zur Umkehr und Sinnesveränderung ist. Die Entscheidung selbst jedoch, befreit dich noch nicht von der Schuld, die durch die Sünde entstanden ist. Darum war die Kreuzigung Jesu notwendig. Gott ist ein gerechter Gott und hat darum aus Liebe seinen Sohn an unserer Stelle leiden lassen, wie es durch den Propheten Jesaja mehrere hundert Jahre vorher gesagt wurde:
„Doch unsere Krankheit, / er hat sie getragen, / und unsere Schmerzen, / er lud sie auf sich. / Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, / von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, / ihn wegen unserer Sünden gequält. / Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, / und wir sind durch seine Striemen geheilt.“ Jesaja 53, 4-5
Die Bibel sagt uns weiter:
„Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet; denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: ‚Wer an Ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!’ “ Römer 10, 9-11
Wir erhalten Gottes Gabe der Erlösung durch den Glauben. Wir lassen Jesus Herr über unserem Leben werden. Es gibt bei Gott keine halben Sachen. Entweder den ganzen Jesus oder Keinen. Wir können nicht Vergebung empfangen und danach weiter machen wie zuvor. Ein bisschen kreuzigen und ein wenig sterben ist unmöglich. Jesus ist ganz Mensch geworden und ganz am Kreuz gestorben und war auch ganz tot. Nach drei Tagen hat ihn Gott von den Toten auferweckt und er ist seinen Jüngern und Anderen erschienen. Nicht als halbdurchsichtige Lichtgestalt, sondern mit dem gleichen Leib, den er bei der Kreuzigung hatte. Er aß sogar und zeigte ihnen seine Wunden und ließ sich auch berühren. Wenn wir in Sünde leben, dann leben wir in Ungerechtigkeit vor Gott. Er ist jedoch ein gerechter Gott und Richter und die Gerechtigkeit die vor ihm gilt kommt aus dem Glauben, nicht aus Werken. Du kannst dir deine Gerechtigkeit und deine Erlösung nicht verdienen durch gute Taten, auch wenn sie tatsächlich gut sind. Gnade wäre keine Gnade, wenn man sie sich verdienen könnte. Es ist ein Geschenk, eine Gabe Gottes und es bewahrt dich davor stolz zu werden, denn Du kannst nicht auf etwas stolz sein, dass Du nicht selbst erreicht hast. Jesus hat es vollbracht am Kreuz. Durch den Glauben an Ihn wirst Du von Gott als gerecht angesehen oder bist freigesprochen. Deine Sünden wurden dir vergeben und Du kannst mit Gott versöhnt sein. Gott ist an Beziehung interessiert und hat eine Beziehung, die kaputt war wiederhergestellt. All das empfängst Du durch deinen Glauben, den dir Gott gegeben hat und Du nun in die Wahrheit freisetzt.
„Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: ‚So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen; und die Wahrheit wird euch freimachen.’ “ Johannes 8, 31-32
Mehr zum Thema > Johannes 3, 36 / Johannes 8, 30-35 / Johannes 20, 29 Hebräer 11, 6 / Kolosser 2, 6-7
„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“ Johannes 3, 5
Die Bibel erwähnt insgesamt drei Taufen. Die Taufe des Johannes (1), die Glaubenstaufe auf Jesus Christus (2), dem Sohn Gottes und die Taufe im Heiligen Geist (3). Auf alle drei soll im Folgenden eingegangen werden. Das Wort für Taufe im Griechischen ist baptizo und beschreibt ein vollständiges Eintauchen in eine Flüssigkeit oder auch einen Übergang. Man wird in oder in etwas hineingetauft oder getaucht. 1 Die Taufe des Johannes, der den Weg für Jesus bereitet hat und ihm vorausging, war eine Taufe zur Buße. D.h. das Bekenntnis, dass man gesündigt hat und die Entscheidung, die getroffen wurde, sich von diesen Sünden abzuwenden und von Gott Vergebung zu Empfangen, wurde durch eine Taufe bekräftigt. Dies geschah durch vollständiges eintauchen in Wasser, zu jener Zeit in den Jordan. Dies brauchen wir heute nicht mehr zu tun. Auch Jesus ließ sich taufen! Warum? Er war doch ohne Sünde.
„Aber Johannes versuchte ihn davon abzubringen und sagte: ‚Ich hätte es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?’ Doch Jesus antwortete: ‚Lass es für diesmal geschehen. Denn nur so können wir alles erfüllen, was Gottes Gerechtigkeit fordert.’“ Da fügte sich Johannes. Matthäus 3, 14-15
All jene, die von Johannes getauft wurden, waren noch nicht aus Wasser und Geist von neuem geboren, wie Jesus es gesagt hat. Durch die Predigt und die Taufe des Johannes wurden sie auf das vorbereitet, was noch kommen sollte. Denn er sagte:
„Nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich.“
Sie hatten ihre Sünden bekannt, um Vergebung gebeten und wurden durch die Taufe in die Buße sozusagen „hineingetauft“. Somit wurde ein Weg bereitet um ins Reich Gottes zu kommen. Es war notwendig um die Herzen der Menschen vorzubereiten. Wir müssen heute nicht mehr auf Johannes getauft werden, dennoch Buße tun, d.h. umkehren und das Alte radikal hinter uns lassen, damit unser Herz auf Jesus ausgerichtet wird und der Weg ins Reich Gottes geebnet wird. Jesus sagt so deutlich, dass man aus Wasser und Geist geboren werden muss um ins Reich Gottes zu kommen. 2 Die Taufe mit der die Gläubigen getauft werden ist auf Jesus und dazu da, damit alles erfüllt wird was Gottes Gerechtigkeit fordert. Es ist somit keine Besiegelung, dass Du Buße getan hast, sondern eine „Vervollständigung“ deiner Gerechtigkeit vor Gott, die aus dem Glauben an Jesus resultiert. Jesus sagte nicht: „Denn nur so kann ich alles erfüllen, sondern nur so können wir alles erfüllen, was Gottes Gerechtigkeit fordert.“ Du bist bereits gerecht und freigesprochen durch den Glauben an Jesus. Gott fordert jedoch die Vervollständigung durch die Taufe. Du gehst dabei eine Verpflichtung zur Nachfolge Jesu ein und identifizierst dich mit seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung.
„Oder wisset ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Jesus Christus getauft sind, auf seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Römer 6, 3-4
Durch die Taufe stirbst Du mit Christus, wirst mit ihm begraben, stehst mit ihm auf und wandelst in einem neuen Leben. Es ist ein neues Leben, ein anderes als das vorherige. Es ist wichtig, dass Du das verstehst! Gott renoviert nicht oder bessert ein wenig aus, sondern er macht es neu! Du wandelst in diesem neuen Leben indem Du Christus nachfolgst Ihn Herr sein lässt und dadurch sein Jünger wirst.
„Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!“ 2. Korinther 5, 17
Mit dem Akt des Taufens identifizierst und bekennst Du dich zu dem, was Jesus getan hat. Es bedeutet, dass Du dein altes Leben verlässt. Dein altes sündhaftes Wesen, ist mit Christus gestorben. Wenn Du nicht bereit dafür bist sein Jünger sein zu wollen, dann lass dich nicht taufen. Mit der Taufe hast du dein Todesurteil unterschrieben, doch nur dadurch auch Anspruch auf das, was Jesus für dich getan hat. Wenn Du nicht bereit bist zu sterben, dann wirst Du weder begraben, noch hast Du ein Anrecht auf dieses neue Leben in Christus. Es geht es nicht um eine Kirchenmitgliedschaft oder den Wechsel der Religion, sondern um ein neues Leben, ein Leben im Reich Gottes, in welches Du hineingeboren wirst. Die Taufe ist einen entscheidenden Teil davon.
Was geschah nach der Taufe?
„Als Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel über ihm und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: ‚Das ist mein lieber Sohn. An ihm habe ich meine Freude!’“ Matthäus 3, 16.17
Der Heilige Geist kam auf Jesus herab und führte ihn danach in die Wüste. Ebenfalls wurde er durch die Stimme vom Vater aus dem Himmel als Sohn Gottes bestätigt. Du kannst in der Bibel lesen, wie Gott über dich denkt und was er über dich sagt, doch es ist der Heilige Geist, der Geist Gottes, welcher unserem Geist bestätigt, dass Du tatsächlich ein Kind Gottes bist und dich nicht nur so nennst.
Was bedeutet es im Heiligen Geist getauft zu sein? Johannes sagte:
„Ich taufe euch zwar im Wasser als Bestätigung für eure Umkehr, aber es wird einer kommen, der mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch im Heiligen Geist und im Feuer taufen.“ Matthäus 3, 11
Bevor Jesus gekreuzigt wurde sprach er mit seinen Jüngern und sagte:
„Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, dass er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, … “ Johannes 14, 15-16
Nachdem er von den Toten auferstanden war sprach er zu ihnen:
„ … denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.“ Apostelgeschichte 1, 5
Und weiter: „ … aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein… .“ Apostelgeschichte 1, 8
Zehn Tage nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist wurde erfüllt, was er seinen Jüngern versprochen hatte.
„Als der Pfingsttag anbrach, waren wieder alle am selben Ort zusammen. Plötzlich entstand vom Himmel her ein Brausen. Es klang wie das Tosen eines heftigen Sturms und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Sie sahen etwas, das wie Feuerzungen aussah, sich zerteilte und sich auf jeden Einzelnen von ihnen setzte. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen plötzlich an in fremden Sprachen zu reden, so wie es ihnen der Geist eingab.“ Apostelgeschichte 2, 1-2
Wenn Du von deinen Sünden überführt wurdest und dich von Herzen bekehrt hast, dann bist Du schon mit dem Heiligen Geist in Berührung gekommen. Obwohl Du es nicht gemerkt hast war es sein Werk. Die Taufe, von der Jesus hier spricht, ist jedoch ein aktives erfüllt werden mit dem Heiligen Geist und seiner Kraft mit einem anschließendem „Überlaufen“. Ich kann ein Glas mit Wasser von innen und außen waschen, dennoch bleibt es leer. Taufe im Heiligen Geist bedeutet vollständig in den Geist Gottes eingetaucht zu sein. Dabei ist man nicht nur erfüllt, sondern man fließt über. Das geschilderte Ereignis in der Apostelgeschichte ist das erste Mal, dass der Heilige Geist in dieser Art ausgegossen wurde. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies nicht zwangsläufig automatisch mit deiner Bekehrung geschieht. Es ist eine übernatürliche Berührung Gottes, die Auswirkungen hat. Die Jünger fingen an in anderen Sprachen zu reden und so ist es auch heute noch. Es ist eine Sprache des Geistes, die Du anfängst zu sprechen wenn Du in den Heiligen Geist vollständig eingetaucht bist. Stell dir das Glas vor, das unter den Wasserhahn gehalten wird und überfließt wenn es nicht weggenommen wird. Du bist das Glas und das Wasser ist der Heilige Geist, mit dem Du geflutet wirst. Das Loben Gottes in dieser neuen Sprache ist Ausdruck dieses Überfließens. Dieses Reden ist kein Lallen oder sinnlose Laute aneinander gereiht, die aus Begeisterung von sich gegeben werden. Es ist eine Sprache! Weiter in der Apostelgeschichte lesen wir auch, dass Gläubige anfingen zu weissagen. Du musst wissen, der Heilige Geist ist eine Person und nicht nur eine Kraft oder Energie. Die Bibel beschreibt ihn als Feuer, als Taube, Wind, Augen und auch Öl. All das sind Bilder für den Heiligen Geist. Er beschreibt nicht ein Gefühl der Begeisterung oder Euphorie. Der Heilige Geist ist Gott! Es ist der Geist des lebendigen Gottes. So wie Gott der Vater Gott ist, Jesus Gott ist, so ist auch der Heilige Geist Gott. Auch wenn die meisten Christen daran glauben und dies bekennen, so haben viele in Wirklichkeit ein Problem damit. Obwohl es sein kann, dass der Heilige Geist sofort nach deiner Wassertaufe auf dich fällt, sind es dennoch zwei Vorgänge. Es ist möglich Buße getan zu haben, in Wasser getauft zu sein und dennoch nicht die Kraft des Heiligen Geistes empfangen zu haben. So wie wir in unserem alten Leben auf unsere eigene Kraft vertraut haben ist es nun notwendig auf Gottes Kraft zu vertrauen. Wir brauchen den Heiligen Geist! Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass sie Zeugen sein würden, wenn Er, der Heilige Geist, auf sie kommt. Es ist unmöglich Zeuge eines Geschehens zu sein, wenn man nicht dabei war. Das Wissen um ein Ereignis macht dich nicht zum Zeugen. Du musst es gesehen haben. Ebenso kannst Du von Jesus wissen, jedoch heisst dies noch nicht, dass Du sein Zeuge bist. Durch den Heiligen Geist können wir seine Zeugen sein. Jesus sagt von Ihm:
„Er wird meine Herrlichkeit sichtbar machen, denn was er euch verkündigt, hat er von mir empfangen.“ Johannes 16, 14
Wie empfange ich den Heiligen Geist?
Wenn Du umgekehrt bist und Jesus Christus dein Leben anvertraut hast, es besiegelt hast in der Taufe in Wasser, dann ist das ein Werk des Heiligen Geistes! Beim obigen Empfangen geht es um ein aktives Erfülltwerden mit seiner Kraft. Der Heilige Geist kommt auf dich herab. Dies kann im Gebet geschehen. In der Apostelgeschichte zum Beispiel legen die Apostel den Neubekehrten die Hände auf und beten. An einer andere Stelle fiel er durch die Predigt des Apostels Petrus auf die ersten Nichtjuden, die an Jesus gläubig wurden. Gott hat nicht einen Standard festgelegt nach welchem alle Gläubigen den Heiligen Geist empfangen können. Eines sei jedoch gesagt:
„Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.“ Apostelgeschichte 2, 38
Es ist wichtig, dass du weisst, dass eine Berührung mit Gott auf dich wartet, wenn Du ein ähnliches Erlebnis wie in Apostelgeschichte 2 geschildert, noch nicht erfahren hast. Es ist nicht mit der Buße und der Taufe beendet. Es wartet auf dich ein Eintauchen in seine Gegenwart, aus welcher heraus Du dann das tust, und überhaupt erst zu tun vermagst, was Gott dir geboten hat. Wichtig ist das Du dafür betest den Heiligen Geist zu empfangen. Jesus sagt:
„Denn wer bittet, empfängt; wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Welcher Vater würde seinem Kind denn eine Schlange geben, wenn es ihn um einen Fisch bittet? Oder einen Skorpion, wenn es ihn um ein Ei bittet? So schlecht wie ihr seid, wisst ihr doch, was gute Gaben für eure Kinder sind, und gebt sie ihnen auch. Wie viel eher wird dann der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten.“ Lukas 11, 11-13
Weitere Bibelstellen > Römer 6 / Kolosser 3, 1-15 / Apostelgeschichte 19, 1-6 / Johannes 14 -16
Die verwendeten Bibelzitate stammen aus der unrevidierten Elberfelder (1905), Luther (1912), sowie der Neuen evangelistischen Übersetzung aus dem Programm Online Bible (Edition 2.10.08). Der in der unrevidierten Elberfelder (1905) verwendete Gottesname Jehova wurde hier mit HERR wiedergegeben.
Unterwegs mit Jesus Christus I [Druckversion]



